Zum gefühlt 100sten Mal habe ich ja wieder den Motor verbaute und bin gerade abermals dabei diesen auch einzufahren. Der macht jetzt ausnahmsweise mal keinen Ärger, oder seltsame Geräusche - bis jetzt

Dafür hebt sich aber das Getriebe geräuschtechnisch plötzlich sehr stark hervor. Dies ist ziemlich überraschend, denn daran hatte ich diesesmal nichts gemacht, weil es lief bisher recht ruhig und ist dicht.
Also lag es bis zum Wiedereinbau die ganze Zeit unbeteiligt auf der Werkbank herum.
Nun im erneuten Betrieb heult es mit zunehmender Geschwindigkeit immer lauter und ab der vierten Fahrstufe kommt auch noch ein ein schrilles Schnarren dazu, was im Schiebebetrieb deutlich zunimmt.
Wenn ich gaanz leicht das Gas anlege, kann man das Geräusch sogar beibehalten. Kupplung treten ändert nicht wirklich viel. Wenn dann der Leerlauf eingelegt wird und der Wagen weiter rollt, dann heult es weiterhin ziemlich laut bis zu ca. 20 km/h runter. Dafür ist das helle Schnarren /Zirpen (?) weg.
Die Getriebeabdeckung habe ich natürlich schon entfernt um besser hören und sehen zu können.
Ich hatte allerdings noch an etwas anderes Hand angelegt:
Die Kardanwelle wurde gerichtet und gewuchtet bei Gelenkwellen Elbe https://www.elbe-gmbh.de/gelenkwellen/oldtimer/ und neue Gelenkscheiben wurden auch verbaut.
Zudem habe ich auch etwas an der Hinterachse gemacht - und ich vermute hier habe ich deutlich Mist gebaut

Ich habe den Wellendichtring zum "Kardanwelleneingang" getauscht (Kommt man bei eingebauter Kardanwelle ja nicht so gut dran). Dafür wurde natürlich der Dreiarmflansch demontiert und ich habe dummerweise im Tran ein paar Schrauben vom Lagerkörper gelöst, bis ich überlauert hatte, das ich bloß die mit dem Sicherungsblech lösen muß.
Da habe ich einfach voll gepennt.

Also den Lagerkörper wieder festgeschraubt, dann den Gewindering gelöst, Wellendichtring getauscht und alles wieder zusammengebaut.
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Jetzt habe ich mir das da unten nochmal zu Gemüte geführt und dabei festgestellt, das der gesamte Antriebsstrang ein komisches Spiel hat. Letztlich kommt dieses Spiel aber aus der Hinterachse.
Beispiel:
Handbremse ist angezogen und man dreht kräftig (zb. mit Hilfe eines Maulschlüssel) die Kardanwelle, dann ruckt der ganze Dreiarmflansch in die Hinterachse rein. Dreht man engegengesetzt, dann ruckt er aus. So ca. 5mm würde ich schätzen.
Das rucken ist sicht-, hör- und spürbar. Kann man auch beim Anfahren bemerken, bzw generieren.
Das ist mir so auf jeden Fall neu. Das hatte ich vorher nicht!
Jetzt kann es natürlich sein das sich zufällig zwei Phänomene an meinem Antriebsstrang breitmachen. Sprich ein plötzlich heulendes Getriebe und plötzliches Spiel im Antriebskegelrad....aber das wären mir der Zufälle zuviel...
Folgende Fragen stellen sich mir:
1) Kann man mit dem lösen der Schrauben am Lagerkörper auch das Antriebskegelrad selber lösen, bzw. aus seiner Position bringen? Das wäre natürlich richtig Sch....

2) oder könnte ich - warum auch immer - die Nutmutter, welche den Dreiarmflansch am Antriebskegelrad festsetzt, nicht fest genug angesetzt haben und nun hat der Flansch Spiel und bewegt sich lustig bei Last darauf?
Wäre sowas möglich?
Danke und Gruß, Marco