Ich muss bei unserem W187 die hintere linke Steckachse ziehen, weil die Ölabdichtung in der Bremsträgerplatte hin ist.
Mich stört allerdings erheblich die "Druckfeder linksgängig" (19) in der Tafel 26/Gruppe 35 der Ersatzteilliste.
Laut WSHB (Englisch) soll man bei einer vollständigen Hinterachsrevision diese Feder beim Zusammenbau an die Steckaches setzen, damit diese dann in der Gelenkgabel (22) sitzt, richtig?
Was ist jetzt, wenn ich ohne Achsausbau die Steckachse ziehe? Fällt mir dann diese Feder in die Gummimanschette und ich muß doch das ganze Tragrohr demontieren? Oder landet sie gesichert im Tragrohr und ich muß nur fluchen und fischen? Aber wie stelle ich fest, ob ich sie beim Einsetzen in der richtigen Position oder verloren habe?
Die Ersatzteilliste zeigt auch zwei Wellendichtringe (32) und (33) mit 14mm und 10mm Dicke. Das WSHB zeigt aber Bild H 3/53 mit nur einem WDR das von der Trägerplattenkonstruktion dem Bild H 3/54b mit anscheinend zwei WDR und einem Ölabschirmring 187 357 0282 der wohl erst ab Hinterachse 7276/52 verbaut wurde. Für den 14mm breiten WDR heißt es im Nachtrag zwei der Ersatzteilliste, dass es nur ein Großversuch ist. Oder ist das zum Standard geworden?
Weiß ich erst nach der Demontage was ich da habe und was man am besten einbaut? Wie würde ich meine Hinterachsnummer identifizieren?
Hat jemand die Kundendienstmitteilung Nr. 67, auf die in der Ersatzteilliste verwiesen wird?
Wenn ich die Konstruktion richtig verstehe, werde ich beim Herausschlagen der Steckachse (Welcher Zughammer zentrisch?) das Radlager sehr wahrscheinlich beschädigen. Ich brauche also wohl die beiden WDR, den Ölabschirmring, ein Radlager und wohl eine neue Dichtung (34) für den Übergang von Bremsträgerplatte zu Tragrohr.
Für die Nutmutter am Radlager brauche ich einen Hakenschlüssel 55mm oder den Luxusnachbau des originalen Werkzeugs mit zwei Griffen, richtig? Reicht der Hakenschlüssel von der Kraft?
Ich würde gerne alles nötige da haben, damit ich ausbauen, reparieren und sofort wieder einbauen kann. Das sieht aber nicht so komplett geradlinig aus.
Ist das wirklich so verwurstet, oder lese ich zu viele Diskrepanzen in das Thema?
Danke für jede Klarstellung!
Ist der Steckachsenausbau und die Ölabdichtung wirklich so kompliziert?
- HaraldSchuessler
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Re: Ist der Steckachsenausbau und die Ölabdichtung wirklich so kompliziert?
Lieber Heinz,
alles halb so schlimm. Die kleine Feder ist konisch und klemmt auf der Halbachse. Man zieht sie also mit der Halbachse heraus. Die Nutmutter kannst Du mit einem Hakenschlüssel (mit Verlängerung) herausdrehen. Eleganter ist es natürlich, wenn man sich dazu einen Schlüssel selbst herstellt, so wie das Walter/ Buttercreme vor kurzer Zeit vorgeführt hat. Zum Ausschlagen der Halbachse brauchst Du einen Schlaghammer. Ich habe ihn aus einer überzähligen Halbachse hergestellt. Außerdem brauchst Du einen sehr langen Abzieher für das Lager. Den kann man sich aus irgendwelchen Eisenprofilen zusammenschweißen. Für die Klauen habe ich Material aus einer alten Blattfeder genommen. Lager, Dichtungen und Blechringe gibt es bei Niemöller.
Gruß Harald
alles halb so schlimm. Die kleine Feder ist konisch und klemmt auf der Halbachse. Man zieht sie also mit der Halbachse heraus. Die Nutmutter kannst Du mit einem Hakenschlüssel (mit Verlängerung) herausdrehen. Eleganter ist es natürlich, wenn man sich dazu einen Schlüssel selbst herstellt, so wie das Walter/ Buttercreme vor kurzer Zeit vorgeführt hat. Zum Ausschlagen der Halbachse brauchst Du einen Schlaghammer. Ich habe ihn aus einer überzähligen Halbachse hergestellt. Außerdem brauchst Du einen sehr langen Abzieher für das Lager. Den kann man sich aus irgendwelchen Eisenprofilen zusammenschweißen. Für die Klauen habe ich Material aus einer alten Blattfeder genommen. Lager, Dichtungen und Blechringe gibt es bei Niemöller.
Gruß Harald
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Re: Ist der Steckachsenausbau und die Ölabdichtung wirklich so kompliziert?
Hallo Heinz,
deine Sorge bezüglich der Feder ist unbegründet, denn sie ist auf die Verzahnung gesteckt und bleibt auch dort.
Zu den unterschiedlichen Wellenrichtungen, die breiteren benötigst du nur, wenn du keinen Ölschleuderring verwendest, die einbsutiefe ergibt sich aus der Platte, die schmalere Ausführung erlaubt das zwischen Lager und Dichtring dieser Ölschleuderring passt ohne anzustoßen. Das Lager kann ohne Probleme abgezogen werden, Harald hat dafür dieses gigantische Werkzeug gebaut. Beeindruckend, aber es geht auch so, am Schraubstock. Die Nutmutter hält das Lager in Position, darunter ist ein sicherungblech , die Distanz ergibt sich aus dem Lagersitz, nach festziehen der Nutmutter wird diese an den Aussparungen mit den Blech gesichert, die Welle ist dafür mit einer planfläche versehen, welche das Blech in Position hält.
Zum ausziehen der Welle benötigt man lediglich einen gummihammer und eine alte Felge, das rutscht dann heraus.
Alles kein Hexenwerk und auch nicht kompliziert.
Beste Grüße Ralf
deine Sorge bezüglich der Feder ist unbegründet, denn sie ist auf die Verzahnung gesteckt und bleibt auch dort.
Zu den unterschiedlichen Wellenrichtungen, die breiteren benötigst du nur, wenn du keinen Ölschleuderring verwendest, die einbsutiefe ergibt sich aus der Platte, die schmalere Ausführung erlaubt das zwischen Lager und Dichtring dieser Ölschleuderring passt ohne anzustoßen. Das Lager kann ohne Probleme abgezogen werden, Harald hat dafür dieses gigantische Werkzeug gebaut. Beeindruckend, aber es geht auch so, am Schraubstock. Die Nutmutter hält das Lager in Position, darunter ist ein sicherungblech , die Distanz ergibt sich aus dem Lagersitz, nach festziehen der Nutmutter wird diese an den Aussparungen mit den Blech gesichert, die Welle ist dafür mit einer planfläche versehen, welche das Blech in Position hält.
Zum ausziehen der Welle benötigt man lediglich einen gummihammer und eine alte Felge, das rutscht dann heraus.
Alles kein Hexenwerk und auch nicht kompliziert.
Beste Grüße Ralf
Re: Ist der Steckachsenausbau und die Ölabdichtung wirklich so kompliziert?
Ich danke sehr für die Tipps. Jetzt werde ich mal alles nötige zusammensuchen.
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Heinz Wrobel
Heinz Wrobel