die ewig feuchte Einspritzpumpe

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170ziger
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die ewig feuchte Einspritzpumpe

Beitrag von 170ziger »

hallo Diesel-Fahrer,
diesmal nicht die Flüsterdüsen, sondern die Pumpe, die die Einspritzdüsen futtern.
Es gibt eine Stelle, wo man nicht hin sieht, höchstens wenn das Auto auf der Hebebühne steht, von der Grube aus, oder wenn man am Boden liegend auf dem Rücken liegend sich unters Auto robbt.
Oder, habt ihr schon mal von oben mit den Fingern unter die Einspritzpumpe gelangt? Ich denke ihr habt dann alle dieselnasse Finger.
Warum? Was ist da undicht? von oben schaut doch alles trocken aus.

Gut, die Einspritzpumpe hat unten eine Nockenwelle, die die Pumpelemente bedient. Dieser Raum der Nockenwelle ist mit etwas Öl gefüllt, damit alle Gleitstellen und die Nockenwellenlager geschmiert sind. Auf die zum Motor hin gewandte Seite hat der Nockenwellenraum eine Entlüftung.
Leider haben alle Pumpenelemente mit zunehmender Laufzeit auch etwas Leckage und dieses Leckage-Diesel gelangt in den Nockenwellenraum, verdünnt das Schmieröl und wenn alles zu viel wird, verlässt das Diesel-Öl-Gemisch über die Entlüftung den Nockenwellenraum.

Jetzt Schaut mal nach, ob eure ESP auch unten nass sind. Ich melde mich die nächsten Tage wieder.

Gruß, Alfred
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170forever
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Re: die ewig feuchte Einspritzpumpe

Beitrag von 170forever »

Hallo Alfred,

habe ich auch schon zumindest bei einer ESP festgestellt.
Zunächst einmal sollte man es lediglich zur Kenntnis nehmen und darauf achten, ob im Laufe der Zeit die Tropfmenge größer wird.
Bei Pumpen, die länger irgendwo im Regal gelegen haben, könnte es sich nach einiger Zeit selber geben, da die Dichtungen schon mal etwas eingetrocknet sind. Abwarten und beobachten.
Die Entlüftung habe ich stets geprüft, ob die auch frei ist.
Wenn man das alles nicht mag, hilft wohl nur ein neuer Dichtsatz.

Liebe Grüße Ralf
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170ziger
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Re: die ewig feuchte Einspritzpumpe

Beitrag von 170ziger »

heute regnet es, da bleibe ich lieber am Schreibtisch sitzen.

hallo Diesel-Fahrer,
habt ihr eure EZP mal auf Leckdiesel überprüft?
Kurz gesagt, wenn die Pumpe unten nass ist, ist ist der Kurbelwellenraum der EZP zu voll. Zu voll mit einem Gemisch aus Öl und dem Leckdiesel der Pumpenelemente. Gleich die EZP überholen lassen? Nein.
Ich verwende so eine einfache Plastikspritze (80mL) mit einem ca 20 cm langem transparentem Plastikschlauch und sauge damit durch das Loch des Ölstandskontrollstabs der ESP das Gemisch aus dem EZP-Kurbelraum raus, bis dieser Raum leer ist. Die Entsorgung des Gemisches ist denkbar einfach: Tankdeckel auf und rein. Dann die leere Spritze mit Motoröl oder ? aufziehen und in die EZB durch das Loch des Ölstandskontrollstabs reindrücken.
Mit dem Meßstab prüfen, ob der Öl-Sollpegel erreicht ist.
Je nach Zustand der Pumpenelemente dauert es dann 1000, 5000 oder auch nur 500km, bis sie diesen Vorgang wiederholen sollten.
Jedenfalls erhalten sie so ein Gefühl für den Zustand der EZB ihres OM636 und die Kurbelwelle der EZB und die Umwelt dankt es ihnen.
Aber wie immer, nur meine Meinung, kein Anspruch auf 200% Richtigkeit.

Gruß, Alfred
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