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Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 15:54
von 170ziger
hallo an die Verbesserer,
der Ausbau alter Dichtplättchen, auch wenn sie noch so festgebacken scheinen, geht spielend mit einem Schraubendreher oder Durchschlag, der knapp durch das Loch geht. Durch stecken, zur Seite kippen und das Dichtplättchen ist lose.
Gruß, Alfred
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 16:57
von Bonazetti
Hallo zusammen,
Plättchen ausbauen...
Hallo Alfred ,ich habe die gleichen
Erfahrungen gemacht, eben mit einem genauen passenden Durchschlag oder Schraubenzieher.
als Mechaniker eben.
Herzliche Grüße Peter H.
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 17:20
von HaraldSchuessler
Ihr Lieben,
das geht nur, wenn die Vorkammern keine Kugelstifte haben.
Gruß Harald
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 18:01
von robi64
Die Hütchen gingen bei mir ganz leicht raus. Ist auch schon wieder
sechs Jahre her. Inzwischen gibt es schon wieder andere Flammscheiben.
Damals hatten sie ein viel größeres Loch. Ich häng mal Bilder an.
Auch ein Foto von den Kugelstiften, die ich noch kontrolliert habe.
Auf festen Sitz hatte ich letztes mal schon geschaut, ich wollte nur wissen,
ob sich durch mein Handeln oder Fahren, die Kugeln zerfressen.
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 18:14
von 170forever
Hallo Rolf,
die linke Scheibe mit kleineren Durchmesser schützt den Bereich der Düsennadel am besten vor Hitze, die rechte ist die häufig angebotene Version, das Loch ist viel zu groß und von daher würde ich sie nicht wählen.
Einen solchen gekauften Satz fand ich zweifelhaft und er blieb von daher unverbaut. Da nehme ich doch eher die alten Hütchen.
Die gehen eigentlich immer heraus, wie von Alfred beschrieben. Man muss nur etwas hinterhaken und ziehen. Bohren kann ich nicht empfehlen, zu viele Späne.
Der Düsennadel ist es im übrigen egal ob die ein oder zweistufig funktioniert in Bezug auf die verwendete Abdichtung. Das Hütchen tut es sicherlich auch, nur scheint es das nicht mehr zu geben, hab das nie unter Ersatzteil gefunden, immer nur die Ersatzversion.
Liebe Grüße Ralf
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 18:55
von Holtmann
HaraldSchuessler hat geschrieben: 1. Feb 2026, 17:20
Ihr Lieben,
das geht nur, wenn die Vorkammern keine Kugelstifte haben.
Gruß Harald
Guten Abend Harald,
hier braucht der Theoretiker Nachhilfe vom Praktiker ...,
liebe Grüße von
Uli
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 20:42
von HaraldSchuessler
Lieber Uli,
schaue mal das angehängte Bild an. Der Kugelstift versperrt den Weg eines Dorns. Es geht in diesen Fällen nur, wie Alfred gesagt hat, das Herauskippen mit einem passenden Dorn. Geht das nicht - was schon manchmal passiert - muss man, wie von Ralf beschrieben, mit einem Haken von oben ziehen. Ich habe bei meinen Vorräten aber auch fünf Vorkammern, bei denen beides nicht geht. Vermutlich liegt das daran, dass sich die relativ weichen Plättchen bei früheren - möglicherweise ungeschickten - Ausbauversuchen geweitet und verklemmt haben.
Gruß Harald
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 1. Feb 2026, 22:27
von 170forever
Hallo lieber Harald,
guck mal den Winkel in deinem Schnittbild vom unteren Rand der Glühkerzenöffnung zum Rand der Einspritzdüsenöffnung. Ein dünner stabiler Dorn sollte diesen erreichen können, mit einem beherzten Schlag ist das Töpfchen draußen.
Bei ausgebauter Vorkammer sollte das doch kein Problem sein, wenn man sie kopfüber auf die Werkbank stellt.
Sieh das ganze mal als Experiment, ich klopfe immer mit einem kleinen Schlosserhammer mit der flachen Seite, das schont die Finger.
Liebe Grüße Ralf
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 2. Feb 2026, 09:00
von Holtmann
HaraldSchuessler hat geschrieben: 1. Feb 2026, 20:42
Lieber Uli,
schaue mal das angehängte Bild an. Der Kugelstift versperrt den Weg eines Dorns. Es geht in diesen Fällen nur, wie Alfred gesagt hat, das Herauskippen mit einem passenden Dorn. Geht das nicht - was schon manchmal passiert - muss man, wie von Ralf beschrieben, mit einem Haken von oben ziehen. Ich habe bei meinen Vorräten aber auch fünf Vorkammern, bei denen beides nicht geht. Vermutlich liegt das daran, dass sich die relativ weichen Plättchen bei früheren - möglicherweise ungeschickten - Ausbauversuchen geweitet und verklemmt haben.
Gruß Harald
Guten Morgen Harald,
vielen Dank für Deine Erklärung!
Du gehst bei Deinem Einwand davon aus, dass der Dorn bei ausgebauter Vorkammer von unten gesteckt wird. Ich hatte Alfred so verstanden, dass der Dorn von oben in das Plättchen passgenau eingeführt und dann gekippt wird. Dabei wäre das Vorhandensein eines Glühstiftes irrelevant.
Herzliche Grüße von
uli
Re: Einspritzdüsen
Verfasst: 2. Feb 2026, 09:39
von HaraldSchuessler
Lieber Uli,
da hast Du vollkommen Recht. So, wie es Alfred beschrieben hat, ist es der empfohlene und nächstliegende Weg. Erst wenn das nicht gehen sollte, zieht man mit einem Haken bzw. führt bei Kammern ohne Kugelstift im ausgebauten Zustand von unten einen Dorn ein. Macht man das aber von der Glühkerzenöffnung aus, so wie es Ralf beschrieben hat, hat man einen sehr ungünstigen Arbeitswinkel. Wenn die Flammscheiben nicht zu fest sitzen, wird man sie auf diese Weise vielleicht/ wahrscheinlich trotzdem ausdrücken können. In meinem Fall sitzen die Scheiben aber so fest, dass man sie dann weiter verformt und sie sich umso fester "vernieten".
Ich nehme an, dass dieser feste Sitz von falschen Ausbauversuchen stammt. Es sieht so aus, als ob mit einem Schraubenausdreher oder mit einer zu großen Schraubendreherklinge versucht worden ist, das Hütchen zu drehen, wobei es sich geweitet haben könnte. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich die Flammscheiben durch zu festes Anziehen der Einspritzdüsen übermäßig verformen und dann schwer zu entfernen sind.
Gruß Harald