Wenn man Gummimanschette (20) hinten an der Gelenkwelle (Gruppe 41) ersetzen muss, muss da wirklich die ganze Hinterachse und bei CA auch der Tank raus? Ich habe sie heute der Länge nach gerade aufgerissen auf der Straße vor der Garage gefunden.
Gibt es eine Möglichkeit nur den Dreiarmflansch (21) am hinteren Ende der Gelenkwelle abzunehmen ohne das ganze Auto zu zerlegen?
Gummimanschette an der Gelenkwelle ersetzen?
Gummimanschette an der Gelenkwelle ersetzen?
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Heinz Wrobel
Heinz Wrobel
Re: Gummimanschette an der Gelenkwelle ersetzen?
Antwort auf meine eigene Frage:
Wenn man aus anderen Gründen das Getriebe ausbaut, dann kann man als Seiteneffekt mit gelöstem Zwischengelenk den vorderen Teil der Gelenkwelle nach vorne ziehen bis das Schiebestück sich trennt.
Dann kann man die sehr gut innen gefettete Manschette auf das gut gefettete Wellenende so weit draufwürgen (das ist wirklich nicht einfach, denn die Manschette ist verdammt eng!), bis das Wellenende nach hinten nur zwei ode drei Zentimeter über die Manschette übersteht und man es wieder in den Dreiarmflansch am Differential einführen kann.
Jetzzt braucht man aus festerem Plastik oder auch Edelstahlband mit ca 2cm breite etwa 8 Streifen von ca. 5cm Länge. Sie dürfen nicht scharfkantig sein. Diese steckt man über den Dreiarmflansch rundherum in das weite Manschettenende. Sie dienen dazu, die Manschette genug zu weiten, um sie über den Dreiarmflansch zu bekommen. Ein aus einem Plastikgetränkeflaschenhals geschnittenes konisches Hilfsstück mag den Zweck auch erfüllen.
Wenn man nun wie ein Stier vom Getriebetunnel aus die Gelenkwelle (mit gelöstem Zwischengelenk natürlich!) nach hinten drückt, dann schiebt sich die Manschette über die Hilfsstreifen auf den Dreiarmflansch. Wenn der weitere Teil der Manschette komplett drauf ist, dann zieht man rundherum die Hilfsstreifen und die Manschette sitzt.
Die Manschette ist so extrem eng, dass ich schon angenommen habe, die Ersatzteile seien von geschrumpften Altteilen abgeformt. Tatsächlich ist die rechnerische Dehnung im Außendurchmesser im Bereich von etwa 25%, was für eine NBR-Rundmanschette anscheinend nicht so ungeöhnlich zu sein scheint. Der Einbau macht aber keinen Spaß. Es braucht eigentlich zwei Leute um es schnell zu erledigen. Eine Person muss vorne nach Angabe ziehen und wild drücken, die andere muss unten drin die Manschette und Streifen positionieren.
Ob es möglich ist, den Differentialkörper alleine so weit abzusenken, dass man den Dreiarmflansch auch ohne Komplettausbau der Hinterachse weit genug nach hinten bekommt, kann ich nicht sagen. Ich bezweifle es aber aufgrund des Bauraums und man könnte auch kaum genug Zug oder Druck ausüben, um die Manschette in Position zu bringen.
Wenn man aus anderen Gründen das Getriebe ausbaut, dann kann man als Seiteneffekt mit gelöstem Zwischengelenk den vorderen Teil der Gelenkwelle nach vorne ziehen bis das Schiebestück sich trennt.
Dann kann man die sehr gut innen gefettete Manschette auf das gut gefettete Wellenende so weit draufwürgen (das ist wirklich nicht einfach, denn die Manschette ist verdammt eng!), bis das Wellenende nach hinten nur zwei ode drei Zentimeter über die Manschette übersteht und man es wieder in den Dreiarmflansch am Differential einführen kann.
Jetzzt braucht man aus festerem Plastik oder auch Edelstahlband mit ca 2cm breite etwa 8 Streifen von ca. 5cm Länge. Sie dürfen nicht scharfkantig sein. Diese steckt man über den Dreiarmflansch rundherum in das weite Manschettenende. Sie dienen dazu, die Manschette genug zu weiten, um sie über den Dreiarmflansch zu bekommen. Ein aus einem Plastikgetränkeflaschenhals geschnittenes konisches Hilfsstück mag den Zweck auch erfüllen.
Wenn man nun wie ein Stier vom Getriebetunnel aus die Gelenkwelle (mit gelöstem Zwischengelenk natürlich!) nach hinten drückt, dann schiebt sich die Manschette über die Hilfsstreifen auf den Dreiarmflansch. Wenn der weitere Teil der Manschette komplett drauf ist, dann zieht man rundherum die Hilfsstreifen und die Manschette sitzt.
Die Manschette ist so extrem eng, dass ich schon angenommen habe, die Ersatzteile seien von geschrumpften Altteilen abgeformt. Tatsächlich ist die rechnerische Dehnung im Außendurchmesser im Bereich von etwa 25%, was für eine NBR-Rundmanschette anscheinend nicht so ungeöhnlich zu sein scheint. Der Einbau macht aber keinen Spaß. Es braucht eigentlich zwei Leute um es schnell zu erledigen. Eine Person muss vorne nach Angabe ziehen und wild drücken, die andere muss unten drin die Manschette und Streifen positionieren.
Ob es möglich ist, den Differentialkörper alleine so weit abzusenken, dass man den Dreiarmflansch auch ohne Komplettausbau der Hinterachse weit genug nach hinten bekommt, kann ich nicht sagen. Ich bezweifle es aber aufgrund des Bauraums und man könnte auch kaum genug Zug oder Druck ausüben, um die Manschette in Position zu bringen.
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Heinz Wrobel
Heinz Wrobel