Benzinkanister
- braveman170
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 226
- Registriert: 21. Aug 2020, 10:56
Benzinkanister
Hallo
Ein Freund von mir hat einen Benzinkanister, der dem im Kofferraum auf dem Bild ähnelt. Weiß jemand, welche Farbe dieser Kanister hätte, wenn er als Mercedes-Zubehör erhältlich wäre?
Gruss
Lars
Ein Freund von mir hat einen Benzinkanister, der dem im Kofferraum auf dem Bild ähnelt. Weiß jemand, welche Farbe dieser Kanister hätte, wenn er als Mercedes-Zubehör erhältlich wäre?
Gruss
Lars
- Dateianhänge
-
- IMG_3575.jpeg (107.58 KiB) 2758 mal betrachtet
-
- IMG_4240.jpeg (55.89 KiB) 2758 mal betrachtet
- 170forever
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 592
- Registriert: 28. Aug 2020, 11:49
Re: Benzinkanister
Hallo Lars,
Ich kenne diese Kanister nur in dunkelgrün.
Der obere von deinem Freund hat nur einen Griff, er ist somit eine zivile Ausführung. Die meisten dieser Kanister haben drei Griffe, wie im unteren Bild gezeigt. Das hat seinen Grund. Sie sind in sofern „militärisch! Das haben die Amerikaner erfunden, da so zwei Leute einen Kanister tragen können. Macht es leichter, wenn man viele davon hat und es schnell gehen soll.
Liebe Grüße Ralf
Ich kenne diese Kanister nur in dunkelgrün.
Der obere von deinem Freund hat nur einen Griff, er ist somit eine zivile Ausführung. Die meisten dieser Kanister haben drei Griffe, wie im unteren Bild gezeigt. Das hat seinen Grund. Sie sind in sofern „militärisch! Das haben die Amerikaner erfunden, da so zwei Leute einen Kanister tragen können. Macht es leichter, wenn man viele davon hat und es schnell gehen soll.
Liebe Grüße Ralf
- HaraldSchuessler
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 1063
- Registriert: 20. Aug 2020, 17:51
Re: Benzinkanister
Lieber Lars,
bei dem Kanister, der im Kofferraum des 170 S zu sehen ist, handelt es sich um einen 20 Liter- Kanister. Diese Kanister sind ursprünglich Militärkanister Meist sind sie dunkelgrün lackiert, es gibt aber auch andere Farben z.B. Grau und Braun. Obwohl es Militär-Kanister waren, waren sie frei verkäuflich.
Diese Kanister gab es in Deutschland auch schon vor und während des zweiten Weltkrieges.
Der abgebildete 10 Liter-Kanister ist dagegen ein rein ziviler Kanister. Meist waren auch diese Kanister grün lackiert, oft aber auch in anderen
Farben. Es gibt blaue, rote, gelbe und viele andere Lackierungen, wobei die Farbe gelegentlich auf den Hersteller verweist, oft aber auch darauf, womit der Kanister gefüllt wurde (Diesel, Wasser, Altöl usw.).
Man sieht also, dass es bei der Farbwahl der 10 Liter-Kanister keine verbindliche Regel gibt und so weit ich weiß, gibt es auch keinen spezifischen Kanister als DB-Zubehör.
Ich verwende in meinen 170ern den großen 20 Liter-Kanister, allerdings nicht als Reservekanister. Ich habe eine Seitenfläche aufgeschnitten und transportiere darin - wie in einer Schublade - Ersatzteile.
Gruß Harald
bei dem Kanister, der im Kofferraum des 170 S zu sehen ist, handelt es sich um einen 20 Liter- Kanister. Diese Kanister sind ursprünglich Militärkanister Meist sind sie dunkelgrün lackiert, es gibt aber auch andere Farben z.B. Grau und Braun. Obwohl es Militär-Kanister waren, waren sie frei verkäuflich.
Diese Kanister gab es in Deutschland auch schon vor und während des zweiten Weltkrieges.
Der abgebildete 10 Liter-Kanister ist dagegen ein rein ziviler Kanister. Meist waren auch diese Kanister grün lackiert, oft aber auch in anderen
Farben. Es gibt blaue, rote, gelbe und viele andere Lackierungen, wobei die Farbe gelegentlich auf den Hersteller verweist, oft aber auch darauf, womit der Kanister gefüllt wurde (Diesel, Wasser, Altöl usw.).
Man sieht also, dass es bei der Farbwahl der 10 Liter-Kanister keine verbindliche Regel gibt und so weit ich weiß, gibt es auch keinen spezifischen Kanister als DB-Zubehör.
Ich verwende in meinen 170ern den großen 20 Liter-Kanister, allerdings nicht als Reservekanister. Ich habe eine Seitenfläche aufgeschnitten und transportiere darin - wie in einer Schublade - Ersatzteile.
Gruß Harald
- Dateianhänge
-
- Kanister 170 S.jpg (97.3 KiB) 2505 mal betrachtet
Zuletzt geändert von HaraldSchuessler am 4. Sep 2026, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
- HaraldSchuessler
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 1063
- Registriert: 20. Aug 2020, 17:51
Re: Benzinkanister
Noch ein Nachtrag: Das sagt die KI.
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Seit wann gibt es Benzinrkanister?
Der klassische Benzinkanister, wie wir ihn heute kennen, wurde Mitte der 1930er Jahre in Deutschland entwickelt. Das bekannteste Modell ist der sogenannte
Wehrmacht-Einheitskanister,
dessen Konstruktion ab 1937 serienmäßig produziert und im Zweiten Weltkrieg weltweit bekannt wurde.
Meilensteine der Entwicklung
• Die Vorläufer (bis 1936): Zuvor wurden Treibstoffe in unpraktischen, dreieckigen Blechkanistern oder dünnwandigen 200-Liter-Fässern transportiert. Diese waren instabil, benötigten Werkzeug oder Trichter zum Öffnen und gingen oft kaputt.
• Der Wehrmachtskanister (1936/1937): Im Auftrag des deutschen Reichswehrministeriums entwickelte das Unternehmen Müller & Co. in Schwelm unter der Leitung von Vinzenz Grünvogel den legendären 20-Liter-Stahlblechkanister. Er zeichnete sich durch seine markante dreigeteilte Griffform (perfekt zum Tragen von zwei leeren oder einem vollen Kanister), die platzsparende Rechteckform und den schnellen Hebelverschluss aus.
• Der „Jerrycan“ im Zweiten Weltkrieg: Die Alliierten erkannten schnell die enorme Überlegenheit dieses deutschen Designs gegenüber ihren eigenen Behältern. Sie kopierten die Konstruktion exakt. Weil die Briten die Deutschen umgangssprachlich „Jerrys“ nannten, taufte man den Kanister im englischsprachigen Raum Jerrycan.
• Der Kunststoffkanister (ab den 1960er/1970er Jahren): Mit dem Aufkommen von hochdichtem Polyethylen (HDPE) wurden in der Nachkriegszeit leichtere, rostfreie Kunststoffkanister entwickelt. Diese sind heute im Alltag, besonders als 5- oder 10-Liter-Reservekanister im Auto, am weitesten verbreitet.
Das grundlegende Design des Blechkanisters von 1937 war so genial, dass es bis heute fast unverändert als NATO-Standardkanister weitergebaut wird.
::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Seit wann gibt es Benzinrkanister?
Der klassische Benzinkanister, wie wir ihn heute kennen, wurde Mitte der 1930er Jahre in Deutschland entwickelt. Das bekannteste Modell ist der sogenannte
Wehrmacht-Einheitskanister,
dessen Konstruktion ab 1937 serienmäßig produziert und im Zweiten Weltkrieg weltweit bekannt wurde.
Meilensteine der Entwicklung
• Die Vorläufer (bis 1936): Zuvor wurden Treibstoffe in unpraktischen, dreieckigen Blechkanistern oder dünnwandigen 200-Liter-Fässern transportiert. Diese waren instabil, benötigten Werkzeug oder Trichter zum Öffnen und gingen oft kaputt.
• Der Wehrmachtskanister (1936/1937): Im Auftrag des deutschen Reichswehrministeriums entwickelte das Unternehmen Müller & Co. in Schwelm unter der Leitung von Vinzenz Grünvogel den legendären 20-Liter-Stahlblechkanister. Er zeichnete sich durch seine markante dreigeteilte Griffform (perfekt zum Tragen von zwei leeren oder einem vollen Kanister), die platzsparende Rechteckform und den schnellen Hebelverschluss aus.
• Der „Jerrycan“ im Zweiten Weltkrieg: Die Alliierten erkannten schnell die enorme Überlegenheit dieses deutschen Designs gegenüber ihren eigenen Behältern. Sie kopierten die Konstruktion exakt. Weil die Briten die Deutschen umgangssprachlich „Jerrys“ nannten, taufte man den Kanister im englischsprachigen Raum Jerrycan.
• Der Kunststoffkanister (ab den 1960er/1970er Jahren): Mit dem Aufkommen von hochdichtem Polyethylen (HDPE) wurden in der Nachkriegszeit leichtere, rostfreie Kunststoffkanister entwickelt. Diese sind heute im Alltag, besonders als 5- oder 10-Liter-Reservekanister im Auto, am weitesten verbreitet.
Das grundlegende Design des Blechkanisters von 1937 war so genial, dass es bis heute fast unverändert als NATO-Standardkanister weitergebaut wird.
- braveman170
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 226
- Registriert: 21. Aug 2020, 10:56
Re: Benzinkanister
Vielen Dank Ralf und Harald.
Ein sehr ungewöhnlicher Werkzeugkasten!
Mein Freund hat auch den größeren Benzinkanister.
Gruss
Lars
Ein sehr ungewöhnlicher Werkzeugkasten!
Mein Freund hat auch den größeren Benzinkanister.
Gruss
Lars
- Dateianhänge
-
- IMG_4437.jpeg (89.43 KiB) 2396 mal betrachtet
-
- IMG_4438.jpeg (78.26 KiB) 2396 mal betrachtet
Re: Benzinkanister
...also Ideen hat er, der Harald!
und alles klappersicher verpackt.
Schöne Grüße
Peter
und alles klappersicher verpackt.
Schöne Grüße
Peter
Re: Benzinkanister
Hallo Freunde des Guten Sterns auf allen Straßen.
Die KI weiß doch nicht alles.
Was mir noch zum Thema Kanister beim Lesen des folgenden Satzes einfiel:
„Die Alliierten erkannten schnell die enorme Überlegenheit dieses deutschen Designs gegenüber ihren eigenen Behältern. Sie kopierten die Konstruktion exakt.“
Bei uns zuhause befanden sich bis in die 70er zwei Kraftstoff-Ersatzkanister aus Beständen der US-Army.
Beute, Schwarzmarkt, Leftover, ausgesondert und privat verkauft, wer weiß das heute noch.
Jedenfalls waren sie da und wurden zunächst auch zur Kraftstoffbevorratung, später als Wasserkanister benutzt.
Äußerlich den deutschen Kanistern sehr ähnlich – Füllmenge auch um die 20Ltr – bis auf ein kleines, aber entscheidendes Detail.
Während bei den deutschen Kanistern der schnell zu bedienende und schnell dichtende Hebelverschluss auf einer kleinen Tülle saß, befand sich bei den amerikanischen Modellen ein recht großer Schraubverschluss (geschätzt mind. 2“) direkt abündig im vorderen schrägen Teil des Kanisters.
Die Befüllung war durch die große Öffnung leichter, das Öffnen und Schließen deutlich schwieriger, aber der wirkliche Unterschied zeigte sich bei der Entleerung:
Während der deutsche Kanister durch die kleine Tülle nahezu punktgenau entleert werden konnte, suppte und schwappte der Kraftstoff aus dem US-Kanister – durchaus auch mit Triefnasen, die an an der Vorderseite runterliefen.
Da hätte man doch noch ein wenig exakter kopieren müssen.
Schöne Grüße
Peter
Die KI weiß doch nicht alles.
Was mir noch zum Thema Kanister beim Lesen des folgenden Satzes einfiel:
„Die Alliierten erkannten schnell die enorme Überlegenheit dieses deutschen Designs gegenüber ihren eigenen Behältern. Sie kopierten die Konstruktion exakt.“
Bei uns zuhause befanden sich bis in die 70er zwei Kraftstoff-Ersatzkanister aus Beständen der US-Army.
Beute, Schwarzmarkt, Leftover, ausgesondert und privat verkauft, wer weiß das heute noch.
Jedenfalls waren sie da und wurden zunächst auch zur Kraftstoffbevorratung, später als Wasserkanister benutzt.
Äußerlich den deutschen Kanistern sehr ähnlich – Füllmenge auch um die 20Ltr – bis auf ein kleines, aber entscheidendes Detail.
Während bei den deutschen Kanistern der schnell zu bedienende und schnell dichtende Hebelverschluss auf einer kleinen Tülle saß, befand sich bei den amerikanischen Modellen ein recht großer Schraubverschluss (geschätzt mind. 2“) direkt abündig im vorderen schrägen Teil des Kanisters.
Die Befüllung war durch die große Öffnung leichter, das Öffnen und Schließen deutlich schwieriger, aber der wirkliche Unterschied zeigte sich bei der Entleerung:
Während der deutsche Kanister durch die kleine Tülle nahezu punktgenau entleert werden konnte, suppte und schwappte der Kraftstoff aus dem US-Kanister – durchaus auch mit Triefnasen, die an an der Vorderseite runterliefen.
Da hätte man doch noch ein wenig exakter kopieren müssen.
Schöne Grüße
Peter
-
Rueckspiegel
- Vollwertiges Mitglied
- Beiträge: 26
- Registriert: 20. Aug 2020, 20:00
Re: Benzinkanister
Hallo,
ich kann die Ausführungen von Peter B. bestätigen.
Als mein Vater sich 1949 selbständig machte, hatten wir einige der beschriebenen Kanister; 1 oder 2 sind auch heute noch da.
Der amerikanische Kanister hatte darüber hinaus noch die Besonderheit, dass man einen großen Inbus brauchte, um den Schraubverschluss zu öffnen.
Dazu gab eine -Art-Werkzeug-Stern, ein Ungetüm mit verschieden großen Inbus (kugelförmig angeordnet), der vielseitig verwendbar war.
Das Teil lag in einem armeefarben-lackierten Werkzeugschrank aus massivem Blech - der steht bei mir seit etwa 40 Jahren draußen ungeschützt dem Wetter ausgesetzt, ist aber nicht kaputt zu kriegen - alte Qualität halt !!
viele Grüße
Carl
ich kann die Ausführungen von Peter B. bestätigen.
Als mein Vater sich 1949 selbständig machte, hatten wir einige der beschriebenen Kanister; 1 oder 2 sind auch heute noch da.
Der amerikanische Kanister hatte darüber hinaus noch die Besonderheit, dass man einen großen Inbus brauchte, um den Schraubverschluss zu öffnen.
Dazu gab eine -Art-Werkzeug-Stern, ein Ungetüm mit verschieden großen Inbus (kugelförmig angeordnet), der vielseitig verwendbar war.
Das Teil lag in einem armeefarben-lackierten Werkzeugschrank aus massivem Blech - der steht bei mir seit etwa 40 Jahren draußen ungeschützt dem Wetter ausgesetzt, ist aber nicht kaputt zu kriegen - alte Qualität halt !!
viele Grüße
Carl
- HaraldSchuessler
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 1063
- Registriert: 20. Aug 2020, 17:51
Re: Benzinkanister
Lieber Peter, lieber Carl,
ich meine, es gab auch exakte Kopien. Ich habe einen englischen Kanister, er ist absolut identisch.
Es stimmt schon: das Ausgießen war - schon wegen des recht großen Gewichts - oft ein Problem. Beim Einheitskanister ist das perfekt gelöst. Zumal es auch noch Ausgießtüllen (mit Luftleitung und Sieb) gab. Diese Ausgüsse wurden nach dem Krieg von vielen Herstellern auch für kleinere Kanister übernommen, so z.B. bei den faun-Kanistern. Vielleicht noch etwas besser ist die Lösung bei den Fawi (u.a.) Kanistern: der umklappbare Verschluss ist Griff und Trichter zugleich.
Gruß Harald
ich meine, es gab auch exakte Kopien. Ich habe einen englischen Kanister, er ist absolut identisch.
Es stimmt schon: das Ausgießen war - schon wegen des recht großen Gewichts - oft ein Problem. Beim Einheitskanister ist das perfekt gelöst. Zumal es auch noch Ausgießtüllen (mit Luftleitung und Sieb) gab. Diese Ausgüsse wurden nach dem Krieg von vielen Herstellern auch für kleinere Kanister übernommen, so z.B. bei den faun-Kanistern. Vielleicht noch etwas besser ist die Lösung bei den Fawi (u.a.) Kanistern: der umklappbare Verschluss ist Griff und Trichter zugleich.
Gruß Harald
- Dateianhänge
-
- faun.jpg (23.49 KiB) 1547 mal betrachtet
-
- fawi u.a. 2.jpg (6.43 KiB) 1549 mal betrachtet
-
- fawi u.a. 1.jpg (5.98 KiB) 1549 mal betrachtet
- HaraldSchuessler
- Pro-Mitglied
- Beiträge: 1063
- Registriert: 20. Aug 2020, 17:51
Re: Benzinkanister
Liebe Kanisterfreunde,
anbei noch ein Bild meines britischen Kanisters. Die Prägung WD 1951 bedeutet "War Department" und nennt das Herstellungsjahr, der Pfeil zwischen den Buchstaben, der sog. "broad arrow", weist ihn als britisches Regierungseigentum aus.
Gruß Harald
anbei noch ein Bild meines britischen Kanisters. Die Prägung WD 1951 bedeutet "War Department" und nennt das Herstellungsjahr, der Pfeil zwischen den Buchstaben, der sog. "broad arrow", weist ihn als britisches Regierungseigentum aus.
Gruß Harald
- Dateianhänge
-
- WD 1951.jpg (23.46 KiB) 818 mal betrachtet